Framus 5 String Longneck Banjo

Hauptkategorie: Werkstatt Kategorie: Reparaturen Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 01. März 2015 Veröffentlicht: Freitag, 13. Dezember 2013 Geschrieben von Super User

Bei einem Gespräch während der Raucherpause eines Kolegen wurde ich gefragt, ob ich eventuell bereit wäre ein Banjo anzusehen. Der Kopf wäre gebrochen und eine Reparatur sehr teuer. Nun, ein Banjo hatte ich noch nie unter meinen Augen und gespielt schon gar nicht. So reizte mich der Gedanke einen Reparaturversuch zu starten schon sehr. 

Ich hatte mich zuvor über „Framus“ und „5-String Long Neck“ versucht zu informieren. Aber das Internet spuckte nichts Wesentliches über das Teil aus. Infos über Seriennummern und deren Struktur sind kaum noch vorhanden. Dieser Typ wurde wohl nur kurz gebaut und soll wohl auch nicht besonders erfolgreich gewesen sein. Dies soll aber nichts mit dem Instrument sondern eher mit der Nachfrage nach dieser etwas besonderen Ausführung zu tun gehabt haben. Auch zum Thema „high crown, medium crown, low crown“ also welches Fell ist drauf und welches wird für neu benötigt war langes Suchen angesagt. Gefunden habe ich diese Seite: http://www.banjoist.de/banjos/felle.htm die mir auch sehr geholfen hat. Mit diesen eher wenigen Erkenntnissen über Banjo’s, deren Bauart und Bestandteilen ausgestattet erhielt ich den „Patienten“ einige Tage später.

Es sah schlimm aus aber nicht unmöglich. Nach dem „Unfall“ beim toben mit den Kindern und für die damals noch kleine Verursacherin besonders schlimm, wanderte es für ziemlich lange Zeit in seinem Koffer in den Abstellkeller. Durch Gespräche (in Raucherpausen) wieder in Erinnerung gebracht, gesucht und wieder gefunden. Zu Weihnachten sollte es aber neben dem Baum im Wohnzimmer stehen und endlich das schlechte Gewissen nach Jahren wieder beruhigen. Also ran!

 

Zuerst mal alles abschrauben. Stück für Stück und fein sortiert aufbewahrt. Dann den Bruch gereinigt und neu angepasst, damit die Bruchstücke schnell und sicher zusammen gefügt werden können. Ich entschied mich für Epoxid Harz als Kleber. Ich benutze ihn auch beim einsetzen der Inlays. Hier mischte ich zwei Portionen an. Einmal Pur und einmal mit Sägemehl. Die Mehlmischung gab ich am Rand auf die Bruchstelle um verloren gegangene Holzsplitter zu ersetzen. Ruhig etwas großzügig da es sich sehr gut abschleifen lässt und nach dem Lackieren wie Echt aussieht. Den alten, wie Spinnweben gerissenen Lack am Hals zog ich vorsichtig mit der Ziehklinge ab und behandelte das Holz danach mit 320er Schmirgelpapier.

!! Wird bald fertig gestellt !! Bitte noch mal rein schauen.

 



 

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