Auf ein Wort

Hauptkategorie: ROOT Kategorie: Werkstatt Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 08. März 2015 Veröffentlicht: Sonntag, 08. März 2015 Geschrieben von Super User


Erst möchte ich mich einmal vorstellen. Eigentlich bin ich gelernter Dachdecker. Habe eine Vorliebe für das Material Holz und spiele gerne Gitarre. Das heißt eigentlich alle Saiteninstrumente die ich in die Finger bekomme. Nun interessiert mich natürlich auch deren Geschichte

und Entwicklung. Was und unter welchen Bedingungen haben die alten Meister aus Erfahrung lernen müssen um feste heute noch geltende Regeln zu entwickeln? Welche Theorien haben sich, durch die heutige Technik, bestätigt und welche führten auf einen Holzweg?

Viele Thesen und Ratschläge div. Gitarrenbauer sind im Netz und in den Bibliotheken zu finden. Alles sehr hilf- und vor allem lehrreich. Ich bin vielen Gitarrenbauern dankbar, dass sie uns, mich, an ihrem Wissen teilhaben lassen. Hier möchte ich mich auch bei der Fa.Rall Guitars & Tools bedanken. Eine sehr informative und tolle Webseite mit sehr gut bestücktem Shop!!

Also, auf der Suche nach diesen Regeln, Theorien und Behauptungen stieß ich auf die Werke eines sehr Bemerkenswerten Mannes.

Sein Name:
Prof. Dr.-Ing. Manfred Zollner
Hochschule Regensburg, Labor Elektroakustik
Fakultät für Elektro- und Informationstechnik
Seybothstraße 2, D-93053 Regensburg

Er schrieb z.B. die sog. Bibel für E-Gitarrenbauer mit dem Titel: „Physik der Elektrogitarre“ (PDF Vorausgabe 2009 Fertigstellung 2015) und räumte mit Mühten sowie unbegründeten Behauptungen, die oft nur dem Verkauf und nicht dem Verständnis beim Bau einer solchen dienten, auf. So sind z.B. Behauptungen, diese Elektro-Gitarre klingt super Obertonreich legitim auch das diese aus z.B. Mahagoni gefertigt wurde. Nicht aber dass Mahagonibodys bei E-Gitarren besser klingen als Eschebody‘s.

Nüchtern, wissenschaftlich aber auch mit Witz und Charme, entzaubert er Behauptungen und Literaturtexte und berichtigt diese mit fundierten Beweisen. Nicht alle leicht verständlich für nicht Studierte (ich) aber dennoch einleuchtend.

Wohl bedacht NUR FÜR ELEKTROGITARREN.

Teile, aber auch andere Werke beinhalten Grundsätzlich die Elektroakustik in allen Variationen und neben Fächern.

Die Erkenntnis, dass Holz z.B. für den Klang einer Gitarre von äußerster Wichtigkeit ist, ist uralt und genau so richtig. Gilt aber (damals gab‘ ja noch keinen Strom, Verstärker etc. ) hauptsächlich für akustische Instrumente. Die Auswahl der Holzsorte bei Elektrogitarren unterliegt (nach Zollner) tatsächlich andern Aspekten. Gewicht spielt dabei die größte Rolle. Dazu kommt die finanzielle Seite, Handling (leicht zu bearbeiten), Aussehen (Maserung) und für Naturliebhaber die Nachhaltigkeit.

 

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